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3. Dezember 2021

Aktuelles

Aufgrund der aktuellen Coronalage müssen wir unsere Eltern-Kind-Gruppen, den Familiensport und das Familiencafe‘ bis auf weiteres absagen. Wir sind aber weiterhin für euch erreichbar und haben ein offenes Ohr für Kümmernisse und Sorgen. Auch Beratungen können in verschiedenen Kontexten bei Bedarf stattfinden.

Auf der Seite zu unserem Malraum ist jetzt der tolle Film den Eva- Maria und Steffi gedreht haben online. Schaut doch mal vorbei.

Willkommen

Herzlich Willkommen auf der Homepage der FamilienBildungsStätte Bischofswerda…

Träger: AG für Familienbildung Bischofswerda e.V.

Adventskalender

Liebe Familien,

da die meisten unserer Angebote derzeit nicht stattfinden dürfen, möchten wir uns mit kleinen „Adventsbegleitern“ an euch wenden. Vor jedem Advent erwartet euch eine kleine Geschichte, etwas Wissenswertes oder Kreatives. Wir hoffen euch auf diesem Weg ein bisschen die Vorweihnachtszeit zu versüßen und die ein oder andere Anregung zu geben.

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Wir zünden eine Kerze an

Ihr Licht brennt hell, ihr Licht brennt warm

Ihr Licht vertreibt die Dunkelheit

Ihr Licht uns all erfreut

Dieser kleine Liedvers hätte in unseren Gruppen im Advent „normalerweise“ Hochkonjunktur. Wärend des Singens würden wir eine Kerze entzünden und auch die kleinsten Kinder begännen zu stauen und blickten in die lebendige Kerzenflamme.

„Normalerweise“ will sich auch in diesem Advent nicht einstellen, aber die kleinen Zeichen der Vorweihnachtszeit dürfen wir um so bewusster erleben und uns gegenseitig ermöglichen.

Was hat es mit den Kerzen eigentlich auf sich? Warum tun wir es immer und zünden immer wieder zu unterschiedlichen Anlässen oder „einfach so“ Kerzen an?

Auch wenn die elektrischen Varianten scheinbar unaufhaltsam auf dem Vormarsch sind, so können sie meines Erachtens den Moment des Anzündens, den lebendigen Schein und den Duft nicht ersetzen.

Anselm Grün; ein bekannter Theologe; hat sich Gedanken darüber gemacht, was es bedeuten kann, wenn wir bewusst eine Kerze anzünden.

Ich habe einige seiner Gedanken aufgenommen und erzähle Sie Ihnen:

Haben Sie schon mal eine Kerze für Jemanden angezündet?

Und dieses Anzünden dann mit einem guten Wusch für den Menschen verbunden?

Manchmal kann man in Kirchen einen Platz mit vielen brennenden Kerzen sehen. Oft liegt auch ein Buch dabei, in welches Menschen ihre Bitte, ihren Wunsch schreiben. Dahinter steckt ein tieferer Sinn. Das Brennen der Kerze verlängert meinen bittenden Gedanken. Solange die Kerze brennt, hoffe ich, dass meine Wünsche und Gedanken für einen Menschen oder für eine Sache unterstützend und stärkend wirken, auch wenn ich mit meinen Gedanken schon wieder ganz woanders bin.

In der Vorweihnachtszeit zünden wir Kerzen aber auch für uns selbst an und geben damit unserer Sehnsucht nach Geborgenheit, Liebe und Frieden in unserem Leben Ausdruck. Wir lassen es immer heller werden mit jeder weiteren Kerze am Adventskranz um dann Weihnachten die Lichter am Christbaum strahlen und funkeln zu sehen und beschenkt zu werden mit innerem Frieden.

Es macht Sinn beim Anzünden der Kerzen bewusst die Wünsche und Gedanken zu formulieren. Leise im Inneren, aber warum nicht auch ausgesprochen.

Ich arbeite in der FBS oft im Malraum, dort brennt dann immer auch eine Kerze. Kinder und Erwachsene fragten schon oft, warum sie brennt. Dann sage ich: „Damit im Malraum eine gute vertrauensvolle Atmosphäre herrscht und als Stärkung für die Malenden und mich“.

Im Moment haben wir allen Grund Kerzen mit drängenden Bitten anzuzünden. Natürlich verändert eine brennende Kerze allein nichts, dazu braucht es den Mut und die Hoffnung daran zu glauben, an die stärkende Kraft der Gedanken.

Haben Sie nicht auch schon ihrem Kind gesagt, wenn es Angst vor einem Diktat in der Schule hat. „Ich denk an Dich in der Deutschstunde“.

Als meine Enkeltochter unmittelbar nach ihrer Geburt eine komplizierte Operation überleben musste, brannte bei uns Tag und Nacht eine Kerze, einfach um irgendetwas zu tun.

Viele Dinge können wir wieder nicht tun, aber Hoffnungskerzen für uns Selbst und andere entzünden das geht wunderbar.

Eva-Maria Grohmann